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Gesundes Fell

© Chendongshan, Shutterstock.co

Die Haut unserer Vierbeiner stellt nicht nur eines der großflächigsten Organe ihres Körpers dar, sondern ist auch eines der vielseitigsten (bei uns Menschen übrigens auch). Die Haut inklusive des Fells spielen eine tragende Rolle für den allgemeinen Gesundheitszustand von Tieren. Das Fell dient als Schutz vor der Umwelt und zur Wärmespeicherung. Der große Unterschied zwischen unserer Haut und der unserer Vierbeiner ist, dass die Haut von Hunden und Katzen, zumindest bei der Mehrheit aller Rassen, sehr dicht mit Haaren bedeckt ist. Wenn Menschen sich verletzen oder krank sind, sehen sie eventuelle Wunden, Ausschläge oder Verfärbungen (Blässe, Rötungen etc.) direkt auf der Haut.

All diese Symptome sind bei unseren Haustieren durch das dichte Fell zumeist schwieriger zu erkennen. Symptome, besonders auch von Erkrankungen innerhalb des Körpers, äußern sich daher häufig über das Fellbild. Neben ernstzunehmenden Erkrankungen, die sich über das Fell äußern, gibt es aber auch normale und natürliche Fellveränderungen, die keinen Anlass zu Beunruhigung geben sollten. Der Fellwechsel eines Welpens zum Fell eines erwachsenen Hundes, das Ergrauen von Haaren oder der Wechsel von Winter- und Sommerfell, sind beispielsweise ganz normale Erscheinungen und gehören zum Leben Ihres Tieres dazu.

Was ist Fell eigentlich und wie sollte ein gesundes Fell aussehen?

Hunde beim Tierarzt

© We.photography, Shutterstock.com

Wenn es unseren Tieren schlecht geht, zeigt sich das nicht nur häufig durch deren Verhaltensweisen, sondern auch über ihr Fell. Ein gesundes Fell definiert sich einerseits über den allgemeinen Gesundheitszustand, aber auch zu großen Teilen über die Gesundheit der Haut – es glänzt, ist schuppenfrei und erscheint vital. Ein ungesundes Fell hingegen wirkt eher stumpf, glanzlos, erscheint ungepflegt, struppig und ist häufig auch schuppig. Haare bzw. Fell sind letztendlich lange Hornfäden und bestehen aus dem wasserunlöslichen Faserprotein Keratin, das von tierischen Organismen (Hunde, Menschen etc.)  gebildet wird. Da Keratin als ein Protein auf die Versorgung mit Fettsäuren angewiesen ist, spielt auch die richtige Ernährung eine sehr wichtige Rolle für ein gesundes Fellbild.

Die richtige Ernährung für ein gesundes Hautbild

Eine gesunde und natürliche Ernährung sollte aus frischem und bestenfalls rohem Muskelfleisch bestehen. Die weiteren Nährstoffe sollten durch Gemüse, Obst und natürliche Mineralien hinzugefügt werden. So können Sie bestmöglich auf die Bedürfnisse Ihres Tieres eingehen und führen ihm die benötigten Nährstoffe auf eine naturnahe und artgerechte Weise zu. Ebenso ist der Zusatz von Ölen zum Futter eine gute Ergänzung, um das Haut- und Fellbild Ihres Vierbeiners zu unterstützen. Die hochwertigen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren etwa in Lein- oder Lachsöl können zu glänzendem Fell und einer gesunden Haut verhelfen. Ebenso wirken die Öle entzündungshemmend und können die Regeneration von bereits geschädigter Haut- oder beanspruchtem Fell unterstützen. Ein Futtermittelunverträglichkeitstest beim Tierarzt klärt zudem über Unverträglichkeiten auf bestimmte Zutaten auf, um Ihnen die natürliche Fütterung Ihres Vierbeiners zu erleichtern.

Krankheiten, die sich durch ein ungesundes Fellbild äußern

Hautpilze sind einer der Gründe, weshalb das Fell und die darunterliegende Haut sich krankhaft verändern können. Den Befall der Haut mit einem Pilz, erkennen Sie durch kahle Stellen im Fell oder durch wunde Stellen auf der Haut: Da die vom Hautpilz betroffene Hautpartie häufig juckt, lecken die Tiere so lange darüber, bis der Juckreiz gemildert wird. Besonders Katzen mit ihren scharfen Zungen können sich ernsthafte Hautverletzungen durch ein längeres Ablecken der Haut zufügen. Bei Verdacht auf Hautpilz-Befall sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen und Ihr Tier mit einem geeigneten Medikament so lange behandeln, bis die Symptome für einige Tage verschwunden sind. Und: Bestimmte Stämme von Hautpilzen sind auch auf den Menschen übertragbar – tragen Sie deshalb Handschuhe beim Auftragen von Salben und Cremes!

Parasiten

Parasiten bei Hunden

© Michal Ludwiczak, Shutterstock.com

Ein weiterer häufiger Grund für blutige Rückstände auf der Haut oder für Hautverletzungen und Haarausfall ist der Befall Ihres Tieres mit Parasiten. Flöhe, Zecken und Würmer führen häufig zu partiellen, krankhaften Veränderungen der Haut und lösen oft einen Juckreiz aus, der das Tier dazu bewegt, sich die betroffenen Stellen wund zu lecken oder blutig zu kratzen. Ein geeignetes Medikament sowie die Bekämpfung der Parasiten verschaffen Ihrem Tier und dessen Haut und Fell schnell Linderung.

Ein weiterer, sehr häufiger Grund für Fell- oder Hautveränderungen ist eine falsche Ernährung Ihres Tieres. Werden bestimmte Inhaltsstoffe im Futter nicht vertragen, reagiert der Körper abstoßend oder allergisch auf diese Stoffe, was sich nicht selten über Haut und Fell äußert. Juckreiz, Erbrechen, Durchfall oder Ermattung des Tieres und folglich viele daraus resultierende Mangelerscheinungen des Körpers, sind nur wenige mögliche Folgen einer Futtermittelunverträglichkeit oder allergischen Reaktion auf bestimmte Futtermittel.

Futtermittelunverträglichkeiten sind mittlerweile sehr häufig verbreitet bei Hunden und Katzen und führen bei vielen Tieren zu einem veränderten Haut- und Fellbild. Das Fertigfutter aus dem Supermarkt enthält zwar zumeist alle notwendigen Nährstoffe, führt diese aber häufig auf unnatürliche Weise zu, da sie in der Regel nachfolgend künstlich zum Futter hinzugefügt werden (das kann man sich ungefähr wie jeden Tag Fast-Food essen vorstellen). Das Futter selbst, eine bei extrem hoher Hitze abgekochte Masse, enthält durch den schädlichen Verarbeitungsprozess nur sehr wenig Nährstoffe und meist gar keine Vitamine mehr. Künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker, die das wieder ausgleichen sollen, können dann nicht selten Überempfindlichkeiten oder allergische Reaktionen beim Tier auslösen. Am häufigsten sind glutenhaltiges Getreide, chemische Zusätze, Konservierungsstoffe und herkömmliche Fleischzusätze wie Huhn und Rind als Auslöser für Futtermittelallergien bekannt.

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