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Läufigkeit bei Hunden

© atiger, Shutterstock.com

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“Vorsicht, die ist grad heiß!”, ruft so manch ein Tierhalter dem anderen zu, wenn dieser mit seinem Rüden naht. Sobald bei Hündinnen die sogenannte Brunstphase beginnt, der Sexualzyklus von Hündinnen, die auch Läufigkeit oder Hitze genannt wird, müssen Halter der Hündin aufmerksam sein, damit es nicht zu einer ungewollten Trächtigkeit des Tieres kommt. Die Läufigkeit wird in vier Phasen eingeteilt – die Vorbrunst, die Brunst, die Nachbrunst und die Ruhephase. Die Läufigkeit setzt erstmals mit etwa 6 Monaten oder manchmal auch erst nach 2 Jahren bei einer Hündin ein. Kleine Rassen sind ab diesem Zeitpunkt dann im Intervall von etwa 4-6 Monaten läufig, größere Rassen im Zeitraum von ca. 6-7 Monaten – diese Zeiträume können natürlich von Hündin zu Hündin variieren.

Während der Vorbrunst, dem Proöstrus, setzt bei der Hündin ein blutiger Scheidenausfluss ein. Die Hündin riecht in dieser Phase schon sehr gut für Rüden, ist allerdings nicht deckbereit und beisst die Rüden weg oder “sitzt die Sache aus”, indem sie sich auf ihr Hinterteil setzt und somit eine Deckung seitens des Rüden verhindert. In dieser Phase ist die Hündin auch noch nicht fruchtbar.

In der Phase der Brunst, dem Östrus, ist die Hündin dann tatsächlich fruchtbar und deckbereit. Es finden mehrere Eisprünge statt und der Ausfluss aus der Scheide der Hündin wird etwas wässriger und ist nicht mehr dunkelrot. In dieser Zeit ist sie paarungswillig und legt ihren Schwanz beiseite, wenn ein Rüde sie decken will. Dieser Zustand wird auch “Standhitze” genannt. In dieser Zeit müssen Sie, zumindest wenn Sie keine Welpen haben möchten, Ihre Hündin gut im Auge behalten. Auch Hündinnen sind in dieser Phase ihrer Läufigkeit paarungswillig, laufen fort und suchen sich einen Rüden, der sie decken soll. Wenn Sie die Möglichkeit haben, gehen Sie lieber dort Gassi, wo nicht allzu viele andere Hunde ausgeführt werden, damit Sie Ihre Hündin trotzdem mal frei laufen lassen können. Ansonsten sollten Sie Ihre Hündin in stark besuchten Hundeauslaufgebieten lieber an die Leine nehmen. Während der Zeit der Brunst riechen einige Hündinnen übrigens sehr stark – das ist normal und sollte Sie nicht beunruhigen.

Die sogenannte Nachbrunst, der Metöstrus, bezeichnet den Zeitraum nach der deckungswilligen Phase. Die Symptome der Läufigkeit lassen nun nach und es finden hauptsächlich hormonelle Vorgänge im Körper Ihrer Hündin statt, die manchmal zu einer Scheinträchtigkeit und Milchproduktion führen können.

Die Ruhephase, Anöstrus, bezeichnet den Zeitraum bis zur nächsten Läufigkeit und endet auch mit dieser. Hier zeigt die Hündin keine Symptome oder äußerlichen Erscheinungen mehr.

Rolligkeit bei Katzen

©marinaks, Shutterstock.com

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Auch für Katzenbesitzer bilden die Symptome des Sexualzyklus ihrer Katzen eine interessante Zeit. Die sogenannte Rolligkeit, auch Raunze genannt, bezeichnet den Zeitraum der Paarungsbereitschaft einer Katze. Bei Katzen wird, anders als bei Hunden, der Follikelsprung durch den Akt der Deckung selbst ausgelöst.

Während des Östrus reibt die Katze sich häufig an Gegenständen, mauzt sehr laut und rollt sich auf dem Boden hin und her – daher kommt übrigens auch der Name “Rolligkeit”. Die paarungsbereite Katze streckt ihr Hinterteil während des Östrus in die Luft, legt den Schwanz beiseite und in einigen Fällen kann es auch zum Austritt eines hellen Scheidenausflusses kommen. In dieser Zeit ist die Katze gewillt, von einem Kater gedeckt zu werden. Zum Ende dieser Phase lassen Katzen das Einführen des Penis vom Kater jedoch nicht mehr zu und beißen oder hauen ihn weg. Wenn Katzen nicht gedeckt werden, können sie häufig schon wenige Tage nach der ersten Rolligkeit wieder rollig werden. Diese Begebenheit kann zu der sogenannten “Dauerrolligkeit” führen, die viele Tierhalter dazu bewegt, ihre Katze kastrieren zu lassen.

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