Diese 13 Hunderassen gelten als aggressiv

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Wie kommt es, dass manche Hunde aggressiver sind als andere? Welche Hunderassen haben ein höheres Aggressionspotenzial? Und ist der Labrador wirklich entspannter als ein Pit Bull? Wir zeigen dir, welche Hunde häufig als gefährlich eingestuft werden und woran das liegt.

01.03.2022

Kein Hund wird aggressiv geboren

So viel schon einmal vorweg: Kein Hund kommt aggressiv auf die Welt. Es gibt Hunderassen, die sind genetisch so veranlagt, dass sie einen höheren Schutztrieb und eine niedrigere Reizschwelle haben. Doch kein Hund beißt grundlos zu. Häufig sind die Ursachen für aggressives Verhalten der Hunde das Umfeld und die Halter*innen.

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Diese 13 Hunderassen gelten als besonders aggressiv

Wenn du dich über gefährliche Hunderassen informierst, stößt du sicherlich auf den Begriff "Listenhunde". Wie es der Name bereits verrät, gibt es eine Liste, auf die Hunde mit besonders hohem Aggressionspotenzial kommen wie z. B. →Pitbulls. Die Ursache ist meist genetisch bedingt. So wurden diese Rassen vielleicht ursprünglich als Kampfhunde oder zur Jagd von Bären gezüchtet.

Jedes Bundesland in Deutschland entscheidet selbst, welche Hunde als sogenannte "Listenhunde" gelten. Die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen führen allerdings gar keine Rasselisten mehr.

Die aggressiven Hunderassen werden in zwei Kategorien unterteilt:

1. Tiere, die "Höchstwahrscheinlich gefährlich" sind.

2. Tiere, die "Vermutlich gefährlich" sind.

Am häufigsten werden folgende Hunderassen als aggressiv eingestuft:

  1. →American Staffordshire Terrier

  2. Pitbull Terrier

  3. Bullterrier

  4. →Bullmastiff

  5. →Staffordshire Bullterrier

  6. →Cane Corso

  7. →Dogo Argentino

  8. Bordeaux Dogge

  9. Fila Brasileiro

  10. Mastin Espanol

  11. Mastino Napoletano

  12. Mastiff

  13. Tosa Inu

Auch Kreuzungen unter den Rassen, also Mischlinge, zählen zu den Listenhunden. Doch genauso wie ein Listenhund nicht zwangsweise gefährlicher sein muss, kann auch eine andere Hunderasse aggressives Verhalten zeigen.

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Darf ich eine aggressive Hunderasse halten?

Wenn du dich für die Haltung eines Kampfhundes interessierst, solltest du dich unbedingt vor der Anschaffung in deinem Bundesland darüber informieren. Unter der Einhaltung bestimmter Auflagen kann es erlaubt sein, Listenhunde zu halten. Es gibt diesbezüglich keine einheitlichen Regelungen, aber einige Gemeinsamkeiten lassen sich laut →Bußgeldkatalog in den Bundesländern erkennen:

  • Die Halter*innen müssen volljährig sein.

  • Es muss ein Führungszeugnis der Halter*innen vorliegen, das ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Vertrauenswürdigkeit belegt.

  • Die Hunde müssen eine Sachkundeprüfung bestehen.

  • Die Hunde müssen ggf. einen Wesens- bzw. Verhaltenstest bestehen.

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Aggressives Verhalten gehört zur Hundesprache dazu

Genau wie bei uns Menschen und anderen Lebewesen sind Aggressionen in jedem Hund genetisch verankert. Da gibt es auch beim süßen Goldi oder Labrador keine Ausnahme. Sie gehören zu einem normalen Verhalten und zur Kommunikation der Hunde dazu. Dennoch gibt es Unterschiede im Erregungslevel. Das aggressive Verhalten wird in sogenannte Eskalationsstufen eingeteilt, welche anhand der Farben und Bereichen einer Ampel eingeteilt werden:

  • Grüner Bereich - alles im Lot: Verhaltensweisen wie gähnen, schütteln, Kopf wegdrehen oder über die Schnauze lecken sind im grünen Bereich.

  • Gelber Bereich - Achtsam sein: Verhaltensweisen wie bellen, aufgestelltes Rückenfell oder in die Leine beißen sind noch im gelben Bereich.

  • Roter Bereich - Notbremse ziehen: Verhaltensweisen wie in die Luft schnappen, gehemmtes Beißen bis hin zum ungehemmten Beißen sind im roten Bereich.

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Wie kann ich meinem Hund die Aggressivität nehmen?

Sollte dein Vierbeiner gern mal rumpöbeln, dann ist es allerhöchste Zeit, sich mit der →Körpersprache deines Tieres auseinanderzusetzen. Das richtige Deuten der Körpersprache hilft dir dabei, deinen Hund zu verstehen und angemessen zu reagieren. Außerdem solltest du dir eine geeignete Hundetrainerin oder einen Hundetrainer suchen. Es gibt auch Trainer:innen, welche auf aggressive Hunderassen bzw. Verhalten spezialisiert sind. Es ist sehr wichtig, dass du handelst und nicht hoffst, dass alles gut ausgeht. Vor allem bei aggressiven Hunden gilt es deinen Hund, die Umwelt, andere Tiere und Halter:innen sowie dich selbst zu schützen.

Undine Tackmann
Undine Tackmann