Katze trainieren: Katzen erziehen in 3 einfachen Schritten

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Samtpfoten sind stur und eigensinnig? Von wegen! Mit dem richtigen Ansatz kannst du deiner Katze durchaus Benehmen und einige Tricks beibringen. Vor allem für Stubentiger ist das Training eine spaßige Beschäftigung. Wir zeigen dir, wie es funktioniert.

22.02.2022

So erziehst du deine Katze: 3 einfache Schritte

Katzen sind schlaue Tiere, denen man durchaus etwas beibringen kann. Die meisten Samtpfoten haben sogar Spaß am Training. Egal, ob das Lernen der Hausregeln oder coole Tricks - der passende Ansatz ist wichtig, damit ihr als Team Erfolge feiern könnt.

Kann man eine Katze überhaupt trainieren?

Zuallererst stellt sich die Frage: Kann man eine Katze überhaupt trainieren? Na klar. Genau wie Hunde sind Katzen clevere Tiere, die mit dem richtigen Anreiz gern und schnell neue Dinge lernen. Vor allem für Hauskatzen, die nie draußen sind, ist eine Trainingseinheit eine willkommene Ablenkung gegen die Langeweile. Aber auch wenn deine Katze krank ist und sich beispielsweise das Bein gebrochen hat, kann ein bisschen Beschäftigung nicht schaden.

In 3 einfachen Schritten zum Erfolg

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Wünschenswertes Verhalten wird gelobt und andersartiges Verhalten ignoriert oder korrigiert. Da deine Samtpfote sicherlich ganz scharf auf die nächste Belohnung ist, wird sie das erwünschte Verhalten immer wieder zeigen.

Wenn du deiner Katze beispielsweise beibringen möchtest, sich öfter auf den Katzenbaum zu legen, kannst du folgendermaßen vorgehen:

Schritt 1: Zeig deiner Katze, was sie machen soll

Schnapp dir deine Samtpfote und leg sie auf den Katzenbaum. Streichle sie dort und lobe sie ausgiebig. So verknüpfst du den Ort schon einmal positiv. Vor allem wenn der Schlafplatz neu ist, wissen die Katzen manchmal gar nicht, was sie damit anfangen sollen.

Schritt 2: Bestätige richtiges Verhalten

Sucht deine Katze von allein den Katzenbaum auf, geh direkt hin und bestätige das Verhalten. Je nachdem, was deinem Vierbeiner, gefällt kannst du sie streicheln, verbal loben oder sie mit einem kleinen Futterstückchen verwöhnen. Gut eignen sich dafür beispielsweise unsere →Creme-Snacks.

Schritt 3: Verlängere den Zeitraum bis zur Belohnung

Ziel ist es natürlich, dass dein Stubentiger auf dem Katzenbaum zur Ruhe kommt und schläft und nicht auf die nächste Belohnung wartet. Sicherlich hast auch du keine Lust, jedes Mal aufzustehen, hinzugehen und deiner Katze einen Keks zu geben. Wenn du also das Gefühl hast, deine Katze sucht von allein immer häufiger den Katzenbaum auf, zögere den Moment der Belohnung immer weiter hinaus. Bis du sie gar nicht mehr dafür bestätigen musst.

Wie gewöhne ich unerwünschtes Verhalten ab?

Positives Verhalten wird bestärkt, unerwünschtes ignoriert? Das kann klappen, ist in manchen Fällen aber eher kontraproduktiv. Wenn es sich deine Katzen beispielsweise lieber auf dem Essenstisch bequem macht, statt das tolle neue Körbchen zu benutzen, hilft Ignorieren nicht. Denn so gewöhnt sich dein Stubentiger nur daran, dass er dort ungestört ein Nickerchen halten kann. Stattdessen solltest du deine Katze korrigieren. Eine Korrektur klingt ziemlich fies, ist aber nichts anderes, als ihr zu sagen: “Hey, das möchte ich nicht!”

Eine Korrektur kann unterschiedlich aussehen. Beispielsweise kannst du laut in die Hände klatschen oder deine Katze runterschubsen. Keine Sorge, das tut ihr nicht weh und mit Garantie landet sie auf den Pfoten. Selbstverständlich solltest du deiner Katze aber keine Schmerzen zufügen oder sie Treten! Zeig deinem Stubentiger anschließend, was er stattdessen machen soll. In unserem Beispiel schnappst du ihn dir, legst ihn ins Körbchen und streichelst ihn ein bisschen. Bleib konsequent und dein Vierbeiner wird lernen: Liegen auf dem Esstisch = Ärger, aber Liegen im Körben = Zuneigung.

Alles eine Frage der Motivation

Eine Katze, die Lust aufs Training hat, arbeitet besser mit. Logisch. Das heißt, du musst herausfinden, was deinen Vierbeiner antreibt, damit er quasi freiwillig mitmacht.

Da Samtpfoten richtige Schleckermäulchen sind, ist Futter häufig ein guter Antrieb. Aber auch Spiel- oder Streicheleinheiten sind geeignete Belohnungen. Bist du dir nicht sicher, probiere einmal unterschiedliche Sachen aus. Variiere auch in den Snacks und Spielzeugen. So lernst du deine Katze besser kennen und weißt, welche Belohnung in der jeweiligen Situation von deinem Stubentiger besonders geschätzt wird.

Clicker oder Markerwort als Hilfsmittel

Ein sogenannter Marker kann die Kommunikation zwischen Tier und Mensch vereinfachen. Viele Katzentrainer:innen verwenden dazu entweder einen Klicker oder ein Markerwort wie beispielsweise “Yes” oder “Top”. Wie es der Name schon verrät, ist ein Marker dafür da, um das erwünschte Verhalten zusätzlich zu markieren, also noch eindeutiger zu bestärken. Das funktioniert ganz einfach: Wann immer deine Katze das erwünschte Verhalten zeigt, klickerst du mit dem Clicker oder sagst das Markerwort und belohnst sie direkt danach noch zusätzlich beispielsweise mit einem Futterstück. Irgendwann reicht das Markern allein als positive Bestätigung aus.

Undine Tackmann
Undine Tackmann