Stimmt es, dass...
...Milch gut für Katzen ist und die Samtpfoten auch ohne Fleisch auskommen?

Die 5 größten Irrtümer bei der Katzenernährung

Bestimmt warst du auch schon an dem Punkt, bei dem du dir dachtest: Welche Tipps zur Fütterung meiner Katze kann und soll ich eigentlich ernst nehmen - und welche davon sind totaler Quatsch?

Ob Ernährungsweisheit, laienhafter Tipp oder ein plumpes “Katzen sollten Milch trinken” - wir räumen auf mit den Ernährungsmythen bei Stubentigern und erklären dir, auf welche Empfehlungen du besser nicht hören solltest.

1. "Milch ist gut für Katzen"

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Junge Katzen werden von ihren Müttern bis zu einem Alter von ca. 4 Wochen mit Milch versorgt. Kitten vertragen diese deswegen so gut, weil ihr Körper in dieser Zeit das Enzym Laktase produziert, damit der enthaltene Milchzucker Laktose vom Körper verwertet werden kann.

In dieser Zeit ist die problemlose Aufnahme von der Muttermilch besonders wichtig für die Kitten, denn dort stecken alle Nährstoffe drin, die sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Nach und nach stellt die Mutterkatze ihre Jungen auf feste Nahrung um - und damit entwöhnt sie sie Schritt für Schritt von der Milch. Die Produktion von Laktase ist allerdings an die Menge der Muttermilch gekoppelt, die die Kitten zu sich nehmen. Gibt’s weniger Milch, gibt’s auch weniger Laktase.

Dadurch entwickeln Katzen nach und nach eine Art Laktoseintoleranz: Ihr Körper ist schon nach wenigen Monaten nicht mehr auf die Verwertung von Milchzucker ausgelegt. Bekommt deine Samtpfote Milch, wird ihr das gehörige Bauchschmerzen bereiten. Auch Durchfall und Blähungen sind häufige Reaktionen auf den enthaltenen Milchzucker.

Zwar stellen laktosefreie Milch und Katzenmilch eine Alternative dar, hier sind aber oftmals mehr Fett als in der Muttermilch und viele Kalorien enthalten, die auf Dauer Übergewicht begünstigen. Katzenmilch sollte deine Samtpfote also nur in Maßen und als gelegentlichen Snack bekommen.

2. “Katzen wissen selber, wie viel sie essen müssen”

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Beobachtest du deine Katze dabei, wie sie sich hin und wieder ein Trockenfutterstück aus dem Napf klaubt und nicht den ganzen Napfinhalt auf einmal verputzt, liegt die Vermutung nahe, dass Katzen ihre Futtermenge selbst regulieren können.

Schaut man sich das Übergewicht bei Katzen an, so fällt auf, dass ca. jeder zweite Stubentiger davon betroffen ist. Grund dafür ist schlichtweg zu viel Futter bei zu wenig Bewegung - und die ist bei Wohnungskatzen keine Seltenheit. Hinzu kommt, dass viele BesitzerInnen ihre Katzen kastrieren lassen, wodurch der Hunger steigt und gleichzeitig der Energiebedarf sinkt. Die Folge: Katzen nehmen noch schneller an Gewicht zu, wenn keine Anpassung der Fütterungsmenge erfolgt. 

Katzen können, auch wenn es den Eindruck macht, nicht zwischen Hunger und Appetit unterscheiden. Ist ein Napf ständig gefüllt, dann wird deine Samtpfote auch daraus essen, wenn sie gerade keinen Hunger hat. Behalte die Futtermenge deiner Katze im Blick und füttere ihr mehrere kleine Rationen am Tag - das kommt übrigens auch der Verdauung zugute.

3. "Auch günstiges Katzenfutter unterliegt Kontrollen ist dadurch sicher"

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Wer günstig produziert und nur wenig Geld für Rohstoffe ausgeben muss, der kann Katzenfutter auch günstig verkaufen. Günstiges Futter enthält also ebenso günstige Rohstoffe, das bedeutet: Fleisch von Tieren aus schlechter Haltung oder sogar Fleisch aus Schlachtabfällen (K-3-Material) und ein hoher Getreideanteil, weil’s halt Geld spart.

Und darin liegt auch das Problem: Studien belegen, dass alle Getreidearten zusammen das größte Allergiepotenzial an Futterbestandteilen aufweisen. Der Fleischanteil setzt sich in der Regel aus mehreren Fleischsorten zusammen, sodass vom Monoprotein hier jede Spur fehlt. Eine Unverträglichkeit auf Futterkomponenten dieser Art kommt relativ häufig vor und äußert sich nicht immer direkt.

Stumpfes Fell, Juckreiz, Durchfall oder Blähungen können erste Reaktionen auf den hohen Getreideanteil sein. Damit ein solches Futter für Katzen attraktiv ist, braucht man jede Menge Farb- und Geschmacksstoffe, die alles andere als gesund sind. 

Aber wie ist das denn mit der Qualität? Und warum besteht auch billiges Futter nahezu jede Kontrolle? Testinstitute untersuchen bei Futtermitteln ausschließlich die Abdeckung von Vitaminen und Nährstoffen, die ein Tier nach theoretischer Betrachtungsweise benötigt. Heutzutage lassen sich beinahe alle Nährstoffe künstlich zusetzen.

Darüber hinaus prüfen solche Tests nicht die Rohstoffqualität, wie beispielsweise die Wertigkeit des enthaltenen Fleischs. Hinzu kommt, dass Tiernahrung nach rechtlicher Definition kein Lebensmittel ist und Katzen werden gesetzlich als Gegenstände betrachtet. Nicht selten können so minderwertige Schlachtabfälle im Futter landen, um Kosten einzusparen und niemand wird rechtlich dagegen vorgehen können. 

Fütterst du deiner Samtpfote ein günstiges Katzenfutter, wird sie sich nicht beschweren, es trotzdem essen und auch satt werden. Deine Katze wird kaum sagen: “Ey, hier stimmt, was nicht - hömma, ist das überhaupt gesund, was ich hier jeden Tag esse?!” und deswegen liegt es in deiner Hand, welche Futterqualität du deinem Vierbeiner bieten möchtest. 

4. “Katzen kommen auch ohne Fleisch gut aus"

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Lass uns dazu eines sagen: Nein. Katzen sind sogenannte Carnivoren, also Fleischfresser, und ihre Mahlzeit sollte deswegen stets einen möglichst hohen Fleischanteil enthalten. Proteine gewinnen Katzen am einfachsten vom Fleisch von Säugetieren, Fisch und Geflügel.

Auch sind die Vierbeiner auf die Zufuhr der lebenswichtigen Aminosäure Taurin angewiesen, die Katzen nur aus tierischem Gewebe gewinnen und die sich nicht selbst herstellen können. Tierische Fette (z.B. Geflügelfett und Schweineschmalz) sind vor allem in Fleisch von Säugetieren und Geflügel, Innereien und Fisch enthalten. Ihr Anteil an gesättigten Fettsäuren ist sehr hoch und sie liefern deiner Katze die nötige Energie.

Wenn man diesen Irrtum umdreht, bleibt er ebenso falsch: “Katzen brauchen nur Fleisch.” Katzen gewinnen ihre tägliche Energie am besten aus tierischem Protein, während pflanzliche Quellen nur eine geringe Bioverfügbarkeit für sie haben. Umso mehr benötigen sie eine geringe Menge an pflanzlichen Bestandteile für eine funktionierende Darmtätigkeit. Geringe Zusätze von Ballaststoffen, Ölen und Mineralien brauchen Katzen in jedem Fall für eine intakte Verdauung und die Gesunderhaltung des Körpers. 

5. “Selbstgekochtes Futter ist für Katzen immer am besten"

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Ein bisschen Huhn mit Reis hier, eine Gemüsepfanne da und schon hast du deine Samtpfote mit dem besten Futter versorgt? So einfach, wie es klingt, ist es leider nicht. Katzenfutter wird immer speziell nach dem Nährstoffbedarf einer Katze zusammengestellt, sodass der Tagesbedarf deines Vierbeiners optimal gedeckt wird. 

Stellst du deinem Stubentiger nun ein Menü nach Gefühl zusammen, kann das ohne das nötige Vorwissen schnell nach hinten losgehen. Zum einen ist es wichtig, dass das Futter den Nährstoffbedarf deiner Samtpfote abdeckt, zum anderen ist nicht jedes Lebensmittel, das dir guttut, auch für deine Katze geeignet.

Auch die Ausgewogenheit spielt eine Rolle: Fleisch, Gemüse, Öle, Kräuter und Mineralstoffe sollten in einem richtigen Verhältnis im Futter enthalten sein. Ähnlich wie beim BARFen ist gerade am Anfang genaues Abwiegen nötig. Möchtest du keine Innereien füttern, musst du einen Mineral-Mix zufüttern, um sicherzustellen, dass dein Liebling keinen Nährstoffmangel erleidet. Beachtest du diese Faktoren nicht und kochst munter nach Gefühl drauf los, ist das Mahl für deine Katze alles andere als gesund.

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