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Ein eigener Hund - ja oder nein?

Die Vorstellung davon, einen eigenen Hund zu haben, verbinden die meisten zukünftigen HundebesitzerInnen meistens mit Kuscheln, Spiel, Spaß und langen Spaziergängen. Mit einer felligen Fußheizung im Bett und jemandem, der sich vor Freude kaum halten kann, wenn man nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause kommt. Viele Hunde passen in dieses Bild, aber nichtsdestotrotz gibt es ein paar Punkte, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Hunde brauchen neben Streicheleinheiten viel Zeit und Platz, kosten Geld und Geduld - ein ganzes Hundeleben lang.

Wie viel Zeit braucht ein Hund?

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Wer einen Hund in seinem Haushalt möchte, braucht Zeit. Und damit sind nicht ein paar Minuten am Tag gemeint, sondern mehrere Stunden - ausgiebiger und artgerechter Auslauf bedarf mindestens zwei Stunden täglich, für geistige Beschäftigung und jede Menge Streicheleinheiten.

Arbeitest du acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche und planst, deinen Hund in dieser Zeit völlig allein zu lassen, ist ein Hund nicht das geeignete Haustier für dich. Die Fellnasen sind sehr soziale Tiere und brauchen tagsüber viel Zuwendung. Ein Job, zu dem du deinen Hund mitnehmen kannst oder der nicht länger als 6 Stunden dauert, lässt sich mit der Hundehaltung in der Regel gut vereinbaren.

Vielleicht hast du Bekannte oder eine Familie, die sich jeden Tag um deinen Hund kümmern können und wollen, wenn du arbeiten gehst. Bedenke aber auch hier, dass du im Vorfeld abklären müsstest, inwiefern du diese Personen dauerhaft in die Hundebetreuung einspannen kannst. Alternativ kommen auch Hundetagesstätten in Frage.

Wie teuer ist die Hundehaltung?

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Hunde kosten Geld. Zuerst einmal in der Anschaffung. Das ist aber nichts im Vergleich zu den Unterhaltskosten auf ein ganzes Hundeleben gerechnet: Futter, Zubehör, Tierarztkosten, Steuern und Versicherungen. Lebst du jeden Monat mehr aus der Hand in den Mund, möchtest du vermutlich nicht den Rest für einen Hund abzwacken müssen.

Je nach gewünschter Rasse kannst du dazu einmal durchrechnen, was im Jahr an Kosten auf dich zukommt, denn abhängig von Rasse, Alter, Anfälligkeit für Krankheiten und Qualität des Hundefutters kommen verschiedene Kosten auf dich zu. Generell bewegt sich der Betrag zwischen 400 und 2500€ im Jahr - und zur Sicherheit solltest du immer davon ausgehen, mehr ausgeben zu müssen.

Feste Kosten wie Steuern, Versicherung und Futterkosten hast du immer in gleichem Maße, während Tierarztkosten und Geld für die Ausstattung teils sehr stark variieren.

Wie viel Platz braucht ein Hund?

Eine andere Frage, die es zu klären gilt, ist die nach ausreichend Platz für deine zukünftige Fellnase. Einen Labrador oder Schäferhund in einer Einraumwohnung zu halten, ist eher nicht artgerecht und es empfiehlt sich, große Rassen nur in Betracht zu ziehen, wenn du in einer größeren Wohnung wohnst.

Natürlich ist für jeden Hund ein eigenes Haus mit Garten der absolute Traum, aber gerade in Großstädten ist sowas selten möglich. Deine Wohnung sollte neben möglichst viel Platz auch ausreichend Tageslicht bieten. Dunkle Wohnungen sind für Hunde nur dann akzeptabel, wenn er sich meistens draußen aufhalten kann mit dir. Auch sollte bei Wohnungshaltung genügend Grünfläche in Nähe deiner Wohnung sein, auf der sich dein Hund austoben kann. Bist du mit deiner Fellnase quasi den ganzen Tag unterwegs, ist auch eine kleinere Wohnung in Ordnung.

Aber auch hier kommt es ganz auf deinen zukünftigen Vierbeiner an: Schläft er gerne und sein wichtigster Platz ist das Sofa? Oder nutzt er den Platz gerne als Rennstrecke? Die Aktivität spielt bei der Frage nach ausreichend Platz eine wichtige Rolle und variiert von Rasse zu Rasse

Die Sache mit dem Vermieter

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Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, wirst du nicht umhinkommen, deinen Vermieter vor der Anschaffung eines Vierbeiners nach seiner Erlaubnis zu fragen. Generell darf dein Vermieter die Hundehaltung in deiner Wohnung nicht verbieten, etwaige Klauseln im Mietvertrag gelten also nicht im Allgemeinen. Festgelegt werden darf aber im Vertrag, dass du dir die Erlaubnis deines Vermieters einholen musst, bevor deine Fellnase bei dir einzieht.

Reichst du eine Anfrage bei der Vermietung ein, prüfen sie diesen Fall von Hund zu Hund. Erlaubt dir dein Vermieter deine Fellnase in der Wohnung, bist du vertraglich gesehen erstmal auf der sicheren Seite. Bestimmte Störfaktoren wie ständiges Bellen oder starke Verschmutzung im Hausflur und Garten können den Vermieter dazu veranlassen, seine Genehmigung zurückzuziehen. Auch Hundehaarallergien von anderen MieterInnen können zu einer Ablehnung von Hunden in der Wohnung führen.

Ein ganzes Hundeleben lang

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Du solltest dir bewusst machen, dass wenn du einen Hund kaufst, du ihn für sein ganzes Leben lang hast und ihn nicht einfach nach ein paar Jahren abgeben kannst. (Können schon, aber dann sind wir sehr sauer auf dich). Diese Spanne, in der du für deinen Hund sorgen musst, kann bei 10-15 Jahren liegen, so alt werden Hunde im Schnitt.

Bei größeren Plänen, wie einem Job im anderen Land zum Beispiel, musst du immer deinen Hund mit einbeziehen und dich fragen: Wäre diese Entscheidung auch die beste für meinen Hund? Ein Vierbeiner kann dein Leben ganz schön verändern - du hast dann einen neuen besten, treuen Freund, der immer bei dir sein möchte und du musst dein Leben auf seines abstimmen. Aber es ist ein Leben, dass sich aus unserer Sicht mehr als lohnt.