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Was ist echte Premium Tiernahrung?

Der Begriff „Premium“ erscheint in der Tiernahrung allgegenwärtig. Doch was ist wirklich Premium und wo wird dieses Qualitätsprädikat nur verwendet, um Verbraucher zu täuschen? Worauf sollte ich beim Kauf achten? Nachstehend die wichtigsten Merkmale echter Premiumtiernahrung.

Die wichtigsten Merkmale von Premium Tiernahrung

1. Fleischanteil
Hunde und Katzen sind vorwiegend Fleischfresser. So ist bei einem Premiumprodukt vor allem ein hoher Fleischanteil ausschlaggebend. Bei Produkten nach dem Menü-Konzept, also mit Obst und Gemüse, sollte der Fleischanteil 50% und mehr betragen. Bei puren Fleischprodukten sollten es mindestens 70% sein.

2. Monoprotein (Singleprotein)
Kommt das Fleischprotein aus nur einer Fleischquelle, macht es das Futter besser verträglich, vor allem für Tiere mit Allergien und Unverträglichkeiten. Wird ein Produkt beispielsweise als Sorte “Wild” beworben, finden sich unter den Inhaltsstoffen oftmals auch weitere Fleischsorten wie Huhn, Rind oder Schwein. Gesunde Tiere stören sich daran nicht. Für Vierbeiner mit Allergien und Unverträglichkeiten empfiehlt sich jedoch die Wahl einer Monoprotein-Rezeptur. Diese sind in der Regel etwas teurer.

3. Rohstoffqualität
Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Von hochwertigem Muskelfleisch in Lebensmittelqualität bis hin zu billigen, minderwertigen Schlachtabfällen wird alles in Futtermitteln verwertet. Ein kritischer Blick auf die Zusammensetzung ist hier immer ratsam. Besondere Vorsicht ist beim Begriff “Tierische Nebenerzeugnisse” geboten, hinter dem sich häufig minderwertige Schlachtabfälle verstecken. Für eine wirklich hohe Rohstoffqualität steht das Prädikat der “Lebensmittelqualität”. Bei einem Produkt in Lebensmittelqualität sind die einzelnen Rohstoffe für den menschlichen Verzehr zugelassen. Mehr zum Thema Lebensmittelqualität erfährst du HIER.

4. Zutaten und Inhaltsstoffe
Neben viel gutem Fleisch und einer hohen Rohstoffqualität spielen auch alle weiteren Zutaten eine entscheidende Rolle bei der Frage, ob ein Futter Premium ist. So sollte ein Futter frei von jeglichem Getreide, Mais und Soja sein. Diese Füllstoffe werden gern eingesetzt, um die Produkte günstiger in der Herstellung zu machen. Auch künstliche Aromen und Zucker haben in Tiernahrung nichts verloren. Sie werden bei minderwertigen Produkten verwendet, um die Vierbeiner zum Fressen zu animieren. Eine hochwertige Tiernahrung kommt ohne diese Tricks aus.

Der direkte Vergleich

Premium Tiernahrung
  • Hoher Fleischanteil
  • Verwendung von natürlichen Rohstoffen in Lebensmittelqualität
  • Verzicht auf sättigende Füll- und Streckmittel (Getreide, Soja, Mais)
  • Keine unnötigen Zusätze (Zucker, künstliche Geschmacksverstärker)
Konventionelle Tiernahrung
  • Niedriger Fleischanteil
  • Deklarierung von “Tierischen Nebenerzeugnissen” (= i.d. R. Schlachtabfälle)
  • Billige Streckmittel (Getreide, Soja, Mais)
  • Unnötige Zusätze (Zucker, künstliche Geschmacks-verstärker)

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Glänzendes, gesundes Fell natürliche Omega-3-Fettsäuren können das Fell-und Hautbild verbessern
Starkes Immunsystem viele natürliche Vitamine und Nährstoffe können das Immunsystem stärken
Mehr Vitalität frische und leicht bekömmliche Kohlenhydrate können zu mehr Vitalität verhelfen
Kräftiges Gebiss pures Fleisch kann dem Gebiss mehr Kraft verleihen und die Zahngesundheit fördern
Bessere Verdauung natürliche und unbehandelte Rohstoffe können die Verdauung verbessern
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Gesundes Gewicht hochwertige Proteine können zum Idealgewicht verhelfen

Premiumprodukte sind natürlich teurer als herkömmliches Tierfutter - doch zum Wohle und der Gesundheit unserer Fellnasen lohnt es sich, hier etwas mehr auszugeben.

Wer sein Haustier gesund ernährt, spart außerdem in der Regel Tierarztkosten ein. Denn die ungesunde Ernährung mit konventionellen Produkten führt meist zu Allergien oder Erkrankungen wie Diabetes und Übergewicht.

Warum man von herkömmlicher Tiernahrung besser die Finger lassen sollte

  • Abfälle der Fleischindustrie die für menschliche Lebensmittel nicht verwertet werden dürfen
  • Keine Wahrung einer Kühlkette gewährleistet, dadurch erhöhter Keimbefall
  • Chemische Behandlung der Rohstoffe zur Reduzierung des Keimbefalls
  • Natürliche Nährstoffe fehlen oft und müssen künstlich zugesetzt werden

Rechtlich ist es leider möglich, für Tiere solche Rohstoffe, sogenanntes K3-Material, zu verwenden, da die Tierfuttermittelindustrie der Abfallverwertung zugerechnet wird. Mehr dazu erfährst du HIER.

Daran erkennt man Premium Tiernarhung

Neben den oben bereits genannten Punkten gibt es weitere Eigenschaften und Merkmale auf die man bei der Auswahl einer hochwertigen Tiernahrung achten sollte:

  • Klare und vollständige Deklaration der Zusammensetzung
  • Hoher, echter Fleischanteil
  • Keine Tierischen Nebenerzeugnisse oder minderwertige Innereien
  • Frei von Getreide und Gluten, keine Bäckereierzeugnisse
  • Verwendung natürlicher Rohstoffe, die ein Tier auch in der Natur vorfindet
  • Frei von künstlichen Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und Zucker
  • Rohstoffe in Lebensmittelqualität

Umstellung auf Premium Tiernahrung

Je natürlicher ein Tierfutter ist, desto schwieriger kann die Umstellung auf ein solches Produkt sein. Vor allem Katzen tun sich bei einem Futterwechsel schwer.

Woran das liegt? Aufgrund der Verwendung von Zucker und Geschmacksverstärkern in herkömmlichem Tierfutter ist natürliche Nahrung weniger geschmacksintensiv. Ein Kind wird beispielsweise auch nicht von Salat und Rohkost begeistern sein, wenn es vorher nur Fast Food bekommen hat.

Futterumstellung leicht gemacht

  1. Schrittweise Futterumstellung über 10 Tage
  2. Neues Futter zunächst in sehr geringer Menge dem gewohnten Futter untermengen
  3. Von Tag zu Tag die Menge des neuen Futters erhöhen
  4. An Tag 10 erstmals ausschließlich die neue Tiernahrung füttern

Der Vorteil dieser Umstellungsmethode ist nicht nur, dass Dein Vierbeiner sich besser an das neue Futter gewöhnen kann, sondern dass auch die Verdauung Deines Lieblings Zeit hat, sich darauf einzustellen - gerade beim Wechsel der Futterart (Trockenfutter, Nassfutter, BARF) spielt das eine große Rolle.