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Hilfe, die Zecken kommen! So schützt du deinen Vierbeiner

Die Natur blüht, es wird wieder wärmer und auch dich und deinen Vierbeiner zieht es in den Wald, um das gute Wetter zu nutzen. Jedes Jahr sehen sich TierhalterInnen mit dem immergleichen Thema konfrontiert: Den Zecken, die auf Wiesen und Bäumen lauern und deinem Vierbeiner an den Kragen wollen. Wir verraten dir unsere Tipps für die Zeckenzeit, damit ihr eure Spaziergänge unbeschwert genießen könnt!

Was sind Zecken und wo leben sie?

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Zecken gehören zu den Ektoparasiten, sie leben für einige Zeit am Tier oder Menschen und ernähren sich dort vom Blut ihres Wirtes. Haben sie genug Blut gesaugt, fallen sie ab. Meist lauern sie im Gras, in Sträuchern oder auf Bäumen und gelangen so zu ihrem Wirt. Gefährlich wird es dann, wenn deinen Vierbeiner eine infizierte Zecke erwischt - denn diese können beim Einstich lebensgefährliche Krankheiten übertragen.

Gut zu wissen: Gängig ist auch der Begriff "Zeckenbiss", dabei stechen Zecken die Stelle in der Haut mit einer Art Stachel ein, um sich dann mit ihren Saugorganen zu fixieren.

Mein Tier hat eine Zecke - was nun?

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Zecken richtig entfernen

Gerade in den warmen Jahreszeiten solltest du deinen Vierbeiner regelmäßig auf Zecken kontrollieren. Stellst du fest, dass deine Fellnase eine Zecke hat, solltest du diese auf keinen Fall mit bloßen Fingern herausziehen. Bei solchen Aktionen reißt oft nur der hintere Körperteil der Zecke ab, während der Kopf stecken bleibt.

Zecken ziehst du am besten mit dafür vorgesehenen Zeckenzangen oder -karten. Vermeide bei der Entfernung Drehbewegungen, da auch das zur Teilung der Zecke führen kann. Entdeckst du die Zecke zeitnah innerhalb von 24 Stunden, ist sie also noch klein und nicht mit Blut vollgesaugt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit Krankheitserregern relativ gering. 

Welche Krankheiten kann mein Tier bekommen?

Bleibt eine Zecke unentdeckt über längeren Zeitraum auf dem Körper deines Vierbeiners, steigt das Risiko für diverse, durch Zecken übertragbare Krankheiten. Die bekannteste Krankheit ist die Borreliose, ca. 10-35% aller Zecken in Deutschland tragen Borrelien in sich.

Zwar führt eine Übertragung und Infektion nicht zwingend zum Ausbruch der Krankheit. Durch eine Inkubationszeit von bis zu 5 Monaten macht sich eine Erkrankung aber möglicherweise nicht sofort bemerkbar. Die Infektionsrate bei Borreliose liegt bei ca. 17 bis 61%, wobei nur 5-10% der Hunde daran erkranken. Gelenk- oder Herzerkrankungen sowie Fieber und Appetitlosigkeit können Hinweise auf eine Erkrankung an Borreliose sein.

Auch Infektionen mit anderen Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, können zu Fieber, Appetitlosigkeit Durchfall und Erbrechen führen, wie beispielsweise FSME (Frühsommermeningitis) oder Anaplasmose. Beobachtest du nach einem Zeckenbiss, dass sich dein Vierbeiner anders verhält als sonst und lethargisch wirkt, solltest du dir tierärztlichen Rat einholen. Werden die Krankheiten rechtzeitig diagnostiziert, verschreiben TierärztInnen in der Regel Antibiotika gegen die Erreger und deine Fellnase kann vollständig genesen.

Prävention

Zecken richtig vorbeugen

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Im Gegensatz zum Menschen gibt es für Hunde und Katzen keine FSME-Impfung. Bei Katzen ist die aber auch nicht nötig - Symptome nach einer Infektion sind nicht bekannt. Hunde können sich durchaus mit FSME infizieren und Symptome entwickeln.

Eine Impfung gegen Borreliose gibt es jedoch nur für Hunde. Durch die verschiedenen Verläufe der Krankheit ist diese empfehlenswert, um deinen Vierbeiner gegen die Krankheit zu schützen. Weitere Mittel zur Vorbeugung sind verschiedene Präparate gegen Zecken. Diese reichen von speziellen Halsbändern über Tabletten bis hin zu Tropfen, die auf das Nackenfell gegeben werden und Zecken so fernhalten.

Viele Halsbänder haben den Vorteil, dass sie auch gegen Flöhe und das ganze Jahr über wirken. Tropfen hingegen werden lokal zum Beginn der Zeckensaison aufgetragen.

Auch verschiedene Hausmittel wie Schwarzkümmelöl stehen in Verdacht, wirksam gegen Zecken zu sein. Obwohl es keine wissenschaftlichen Studien dazu gibt, berichten viele BesitzerInnen von den positiven Auswirkungen. Wichtig: Schwarzkümmelöl ist nur für Hunde geeignet, Katzen fehlen die Enzyme, um das Öl abzubauen. 

Gut in der Zeckenzeit

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Kann mein Vierbeiner mich anstecken?

Hat sich dein Vierbeiner durch einen Zeckenstich mit Krankheitserregern infiziert, ist es völlig normal, dass du dich auch um deine Gesundheit sorgst. Entwarnung: Nein, dein Vierbeiner kann dich nicht anstecken. Das gilt übrigens auch anders herum. Eine Übertragung kann nur von Zecke zu Wirt stattfinden.