7 gesunde Öle für Hunde

Hund bekommt Öl aus einer Pipette

Sicherlich hast du auch schon mal von den guten Eigenschaften mancher Öle und Fette gehört. Erfahre, welche Öle für unsere Hunde besonders gut sind und wie du sie am besten dosierst und fütterst.

07.10.2022

Lachsöl bzw. Fischöl für Hunde

→Lachsöl oder auch allgemein als Fischöl bezeichnet ist wohl das bekannteste Öl in der Hundeernährung. Es liefert deinem Hund reichlich Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren und unterstützt die →Haut- und Fellgesundheit. Die hochwertigen Fettsäuren im Lachsöl sind außerdem ein wichtiger Baustein der gesunden Herzfunktion und Gelenkbewegung deines Vierbeiners und eignen sich deswegen optimal als Ergänzung zum Futter bei der →Ernährung älterer Fellnasen.

Natürlich kannst du Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auch über die Fütterung bestimmter Lebensmittel absichern. →Sprotten sind beispielsweise ein gesunder und gehaltvoller Snack für deinen Vierbeiner.

Napf mit frischem Fleisch, Fisch, Gemüse und Ei

Auch bei der Rohfütterung wird der Napf neben Fleisch und Gemüse gern um etwas frischen Fisch ergänzt.

Algenöl - das vegane "Fischöl" für Hunde

Setzt du auf pflanzliche Nahrungsmittel und ernährst deinen Hund →vegan oder →vegetarisch, ist →Algenöl eine gute Alternative zum herkömmlichen Lachsöl. Es enthält ebenso die wichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und wird, wie es der Name bereits verrät, aus Algen hergestellt. Vor allem für Hunde mit →Allergien oder Unverträglichkeiten ist Algenöl eine ideale Ergänzung zum Futter und kann täglich hinzugefügt werden.

Leinöl für Hunde

Leinsamen gelten seit langem als Superfood, da sie reich an Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß und Vitaminen sind, welche die Gehirnfunktion und die Blutgefäße unterstützen. Das aus ihnen gewonnen →Leinöl ist deswegen ebenso reich an mehrfach ungesättigten pflanzlichen Omega-3-Fettsäure sowie an Alpha-Linolensäure (min. 50%).

Leinöl kannst du ganz einfach als kleinen Schluck zum Trocken- und Nassfutter deines Hundes dazugeben. Du stehst auf frische Zutaten im Napf? Beim BARFen macht die gesunde und vitalisierende Wirkung von Leinöl, zusammen mit unserem Mineral-Mix, aus unseren Frische-Menüs eine vollwertige und superfrische Mahlzeit für deinen Vierbeiner. Probiers doch mal aus!

Hanfsamenöl für Hunde

→Hanfsamenöl zeichnet sich durch ein sehr gutes Verhältnis der Omega-3- & Omega 6-Fettsäuren aus und unterstützt eine gesunde Nerven- und Immunsystemfunktion. Es ist reich an Antioxidantien, Linolsäure sowie Alpha-Linolsäure, Vitamin E, Beta-Carotin, Vitamin B1 und B2 sowie vielen Mineralstoffen. So unterstützt es auf natürliche Weise wichtige Stoffwechselfunktionen des Körpers. Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und enthält kein THC. Somit ist die tägliche Gabe von einem hochwertigen Hanföl für Hunde komplett unbedenklich.

Schwarzkümmelöl für Hunde

→Schwarzkümmelöl hat seinen Ruf als natürliches →Zeckenschutzmittel bei Hunden. Dem besonders hohen Anteil an →ätherischen Ölen im Schwarzkümmelöl wird nachgesagt, dass der dadurch entstehende Geruch und Duftfilm auf dem Fell abschreckend auf die kleinen Parasiten wirke. Diese Öle haben unterstützen außerdem die Entzündungshemmung im Körper.

Du kannst deinem Hund täglich einen kleinen Schluck Schwarzkümmelöl in sein Futter mischen. Beachte jedoch, dass es nur als Ergänzung des Alleinfuttermittels angewandt und nicht als alleiniges Öl zum Barfen verwendet werden sollte. Zudem sollten Hunde mit Leberproblemen kein Schwarzkümmelöl erhalten, da die ätherischen Öle in der Leber abgebaut werden.

Zecken beim Hund entfernen

Manche Öle sollen auf natürliche Weise gegen Zecken schützen. Ob das wirklich stimmt, bleibt oftmals nur selbst herauszufinden.

Kokosöl für Hunde

Auch Kokosöl wird eine schützende Wirkung gegen Zecken nachgesagt. Der Grund dafür ist die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure, wobei der Anteil mindestens 60% betragen sollte. Für einen Schutz gegen Zecken wird empfohlen, das Öl direkt vor dem Spaziergang auf den Körper des Hundes also Beine, Kopf, Hals usw. aufzutragen. Ob es sich dabei um einen →Mythos handelt oder es wirklich klappt, ist jedem selbst überlassen. Wissenschaftlich bewiesen ist die schützende Wirkung vor Zecken bei Hunden durch Kokosöl allerdings nicht. Außerdem wird Kokosöl ab und zu unter das Futter gemischt ein positiver Effekt auf die Fellgesundheit nachgesagt. Achte beim Füttern allerdings darauf, dass es sich ausschließlich um reines, natives Kokosöl handelt.

Nachtkerzenöl für Hunde

Ebenso weist Nachtkerzenöl einen sehr hohen Anteil an Linolensäure (über 70% sogar) auf. Es ist außerdem reich an Omega-6-Fettsäuren, Alpha-Linolsäure sowie Vitamin E. Nachtkerzenöl wird gern bei Hunden mit Hautproblemen eingesetzt und unter das Futter gemischt. Es soll gegen →Juckreiz und Irritationen helfen sowie lindernd bei →Allergien und unterstützend bei einem Parasitenbefall sein.

krauter fuer hunde

Hochwertige Öle können als Ergänzung zum Futter einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit deines Hundes leisten.

Wieso sind Öle für meinen Hund so wichtig?

Um zu erklären, wieso gesunde Öle für Hunde so wichtig sind, müssen wir einmal etwas tiefer in die Materie der Fette eintauchen. Jegliches Fett, egal ob "gut" oder "schlecht" wird aus verschiedenen Fettsäuren aufgebaut. Unterschieden wird dabei zum einen nach ihrer Molekülgröße (kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren) und zum anderen nach ihren speziellen chemischen Bindungen (gesättigte und ungesättigte Fettsäuren).

  • Gesättigte Fettsäuren werden häufig als die "schlechten Fette" bezeichnet. Dazu zählen alle tierischen Fette, Palmkernfett und Kokosfett. Bei einem übermäßigem Verzehr können sie einen Anstieg des Cholesterinspiegels, Diabetes, Gefäßverkalkungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.

  • Ungesättigten Fettsäuren werden noch einmal in einfach ungesättigte, zweifach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterteilt. Zweifach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden häufig als "gesünder" betitelt.

    • Einfach ungesättigte Fettsäuren sind beispielsweise in Olivenöl, Rapsöl sowie in vielen Nüssen und Samen enthalten. Sie sind nicht essentiell, das heißt, der Körper unserer Hunde kann sie selbst herstellen.

    • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind beispielsweise in Lachs, Algen, Samen und Nüssen enthalten. Dabei handelt es sich um die bereits oben genannten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie um Alpha-Linolensäure und Linolsäure. Der Körper unserer Hunde kann diese nicht selbst herstellen, weswegen sie essentiell sind. Das heißt, sie müssen dem Körper in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden.

Nun zu der Wichtigkeit gesunder Öle für Hunde: Bei einem Mangel an essentiellen Fettsäuren kann es zu verschiedenen Mangelerscheinungen und folglich zu gesundheitlichen Einschränkungen kommen. Dazu zählen bei Hunden unter anderem Veränderungen der Haut und des Fells, eine höhere Infektanfälligkeit, Wachstumsstörungen, starker Haarausfall oder ein Mangel an Blutplättchen.

Du bist auf der Suche nach einem hochwertigen Öl als gesundes und leckeres Upgrade im Futter deines Vierbeiners? Wir haben sie alle: vom reichhaltigen Lachsöl über die pflanzliche Power vom Algenöl bis hin zum bekömmlichen Hanfsamenöl. Schnupper doch mal bei unseren hochwertigen Ölen für Hunde vorbei!

Woran erkenne ich ein gutes Öl für Hunde?

Einmal in den Supermarkt fahren, Öl einkaufen und ab damit ins Futter? Leider funktioniert das so nicht ganz, denn nicht alle Öle, die du im Einzelhandel findest, sind hochwertig und deswegen eine gesunde Ergänzung für deine Fellnase. Entscheidend für ein hochwertiges Öl ist das Verhältnis der Fettsäuren untereinander.

Es gilt: Je höher der Anteil an Omega-3-Fettsäuren und je geringer der an Omega-6-Fettsäuren, desto besser ist das Öl. Ein Verhältnis der Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren sollte optimalerweise zwischen 5:1 und maximal 10:1 liegen.

Undine Tackmann
Undine Tackmann