Achtung, Entzündung: Arthritis beim Hund

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Arthritis ist eine schmerzhafte Entzündung eines oder mehrerer Gelenke bei Hunden. Erfahre mehr über die Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten einer Arthritis.

06.10.2022

Arthritis beim Hund: Symptome, Diagnose und Behandlung der Gelenkserkrankung

Wenn dein Vierbeiner besonders im Alter sichtbare Schmerzen beim Gehen hat, die Abläufe nicht mehr so reibungslos klappen wie früher und er nach langem Liegen zu humpeln beginnt, steckt möglicherweise eine Arthritis hinter den Symptomen.

Bei einer Arthritis handelt es sich um die Entzündung eines Gelenks. Daraus kann bei ausbleibender Behandlung auch eine →Arthrose entstehen, also die bleibenden Verschleißerscheinungen an den Knorpeln zwischen Gelenken. Anders herum kann auch ein bereits beschädigter Knorpel zur Arthritis beim Hund führen. Aber wie entsteht und äußert sich die Entzündung eigentlich, wie stellen Tierärzt*innen die Diagnose und wie sehen Behandlungsmöglichkeiten aus?

Ursachen einer Arthritis beim Hund

Um festzustellen, wie eine Arthritis bei Hunden überhaupt entsteht, ist zunächst ein Blick auf die verschiedenen Arten wichtig.

  • Nicht-infektiöse Arthritis: Altern unsere Vierbeiner, können sich als degenerative Folge im Rahmen einer Arthrose Teile von abgenutzten Knorpeln lösen. Das Immunsystem schlägt dann Alarm und reagiert mit einer Entzündung im Gelenk. Insbesondere ältere Hunde sind davon betroffen. Auch eine starke Quetschung am Gelenk, wie beispielsweise in einer Tür, kann ein solchen Lösen von Knorpelteilen verursachen.

  • Infektiöse Arthritis: Bakterien oder andere Erreger gelangen in den Körper und lösen eine Entzündung aus. Unfälle durch Bisse, Stürze oder Schürfwunden verursachen offene Hautstellen, durch die die Keime eindringen können.

  • Akute Arthritis: Die akute Form der Arthritis tritt plötzlich auf und es kommt zum starken Anschwellen der Gelenke. Dabei werden diese auch wärmer als sonst, was du bei deinem Hund an einem oder mehrerer Beine spüren kannst. Damit einher gehen auch Lahmheit und starke Bewegungseinschränkungen.

  • Immunbedingte, chronische Arthritis: Bei immunologischen Erkrankungen kommt es vor, dass das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen angreift. Die rheumatoide Arthritis ist da dabei die am häufigsten vorkommende Art der entzündlichen Gelenkserkrankungen. Bei der Abwehrreaktion des Immunsystems bleiben auch Gelenke nicht verschont und eine Arthritis ist die Folge.

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Arthritis kann akut entstehen, oft handelt es sich aber auch um eine chronische Erkrankung. Wenn Knorpel und Gewebe sich im Alter abnutzen, ist eine Arthritis oft die Folge.

Symptome: Daran erkennt man eine Arthritis beim Hund

Nicht immer lassen sich mögliche Anzeichen direkt einer Arthritis zuordnen. Mit der Entzündung gehen jedoch oft die folgenden Symptome einher:

  • Lahmheit

  • geschwollene, warme Gelenke

  • hohe Schmerzempfindlichkeit

  • eingeschränkte Bewegungen

  • Verweigerung von Bewegung

  • Schläfrigkeit

  • Appetitlosigkeit

  • Fieber

Nicht immer ist die Bewegungseinschränkung direkt eine Arthritis. Schuld können auch eine Arthrose oder →Probleme mit dem Kreuzband sein.

Diagnose einer Arthritis beim Hund

Beobachtest du bei deinem Vierbeiner mehrere der Symptome über einen längeren Zeitraum, solltest du deinen Hund in einer Tierarztpraxis genauer durchchecken lassen. Für ein geschultes Auge lässt sich eine Arthritis manchmal schon an äußeren Symptomen erkennen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wird der Tierarzt oder die Tierärztin jedoch:

  • die Blutwerte auf Entzündungsparameter hin überprüfen,

  • mithilfe bildgebender Verfahren, wie z. B. Röntgen, das Gelenk anschauen,

  • mit einem Arthroskop eine Gelenkspiegelung durchführen (Arthroskopie),

  • und/oder mit einer dünnen Spritze etwas Flüssigkeit aus dem Gelenk entnehmen und untersuchen.

Ob alle Verfahren genutzt werden, hängt von dem Schweregrad der Symptome ab. Manchmal reicht ein Verfahren aus, in seltenen Fällen dauert die sichere Diagnose aber etwas länger. Um hohe Tierarztkosten zu umgehen, lohnt sich ein Blick auf die Vorteile einer →Krankenversicherung für Hunde.

Therapie: Wie wird die Arthritis bei Hunden behandelt?

Ist die Diagnose gestellt, wird je nach Ausmaß und Art der Erkrankung eine Therapiemöglichkeit besprochen.

Um die Entzündung zu lindern, wird zunächst ein entzündungshemmendes Mittel verabreicht, das über mehrere Tage hinweg gefüttert werden muss. Liegt eine bakterielle Infektion vor, sollte schnellstmöglich die Gabe von Antibiotika erfolgen. Schmerzmittel und kühlende Verbände sorgen nach kurzer Zeit für Linderung der Beschwerden.

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Nach einer genauen Diagnose wird abhängig von der Art der Arthritis eine geeignete Therapiemethode gewählt.

Ist das Gelenk stark entzündet, kann dieses in der Praxis außerdem mit einer sterilen Lösung gespült werden. Der Vorteil ist hier, dass Medikamente direkt auf das Gelenk aufgetragen werden.

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Zusätzlich kann auch eine Physiotherapie helfen: Gezielte Bewegungen und Übungen mobilisieren betroffene Gelenke, stärken die Muskeln und unterstützen so den Heilungsprozess.

Auch die Ernährung kann ergänzend zu der Behandlung ihren Beitrag leisten: Mit unserem →Pets Deli VET Nassfutter Gelenk Fit wird dein Hund mit Komponenten für die Gesundheit von Knorpel und Gelenken versorgt. Die enthaltene Grünlippmuschel kann sich als Superfood mit ihren wahrhaftigen Superkräften sehen lassen: Ihr Fleisch enthält die Glukosaminoglykane Chondroitin und Glukosamin, die den Knorpelstoffwechsel und die Knorpelgesundheit unterstützen können.

Arthritis beim Hund vorbeugen - geht das?

Nicht jede Situation im Leben ist vorhersehbar. Infektiöse Entzündungen durch Verletzungen können schnell passieren, sodass du hier nur vorbeugen kannst, indem du gut auf deine Fellnase achtgibst und sie keinem unnötigen Risiko aussetzt.

→Übergewicht zu vermeiden ist ein wichtiger Faktor, wenn es um die Erhaltung gesunder Gelenke geht. Je höher die Belastung auf Knochen und Gelenken, desto schneller nutzen sich diese ab. Eine →ausgewogene und gesunde Ernährung sorgt für eine gesunde Knochen- und Knorpelstruktur, sodass die Gelenke widerstandsfähiger sind. Im Alter lohnt sich ein →spezielles Futter für ältere Hunde, aber ebenso im →Welpenalter ist eine angepasste Fütterung wichtig, weil nur so ausreichend Nährstoffe für das Wachstum aufgenommen werden können. Gesund ab dem ersten Tag - wir stehen dir zur Seite mit frischem Fleisch, nährstoffreichem Obst und Gemüse, reichhaltigen Ölen und frischen Kräutern.

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Lena Mischok