Lärmbelästigung durch Katzen - Tipps bei miauenden Samtpfoten

Das sanfte Schnurren deiner Katze und ihr sanftes Miauen verzaubert dich jedes Mal aufs Neue - doch was, wenn der Katzenjammer überhand nimmt, deine Katze nachts plötzlich laut miaut und weder du noch deine Nachbarn ein Auge zubekommen in der Nacht?

Wir geben dir in diesem Artikel Tipps, wie du deinen Stubentiger besänftigen kannst, damit in eurem Wohnhaus wieder Ruhe einkehrt.

Meine Katze miaut ständig - woran liegt das?

Bubble Katze spielt

Zu wenig Beschäftigung

Katzen sind sehr selbstständige Tiere und das ist vor allem von Vorteil, wenn du berufstätig bist. Doch ein Tier bedeutet nicht nur füttern und das Katzenklo säubern - auch Spiel und Spaß gehören dazu, um die Mietz auf Dauer bei Laune zu halten.

Manchmal können die Schreie deiner Samtpfote Hilferufe nach mehr Beschäftigung sein. Über das Miauen hinaus kann Langeweile auch zu Randalen führen, wenn deine Katze beginnt, Möbelstücke zu zerkratzen oder das Sofa zu essen.

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Bedürfnisse falsch verstehen

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Bedürfnisse deiner Katze. Dein Stubentiger lärmt wohl kaum stundenlang, um dich zu ärgern. Vielmehr versucht er dir zu kommunizieren, dass vielleicht etwas nicht stimmt. Neben Hunger, Langeweile oder Durst nach Liebe können auch Schmerzen und ernsthafte Krankheiten hinter dem Lärm stecken.

Ist deine Katze gut ausgelastet und weißt du nicht weiter, kannst du mögliche Krankheiten vom Tierarzt abklären lassen.

Rollige Katzen und liebeshungrige Kater

Auch die Paarungsbereitschaft treibt die ein oder andere Katze dazu, dieses Bedürfnis lautstark zu kommunizieren. Unkastrierte Katzen suchen in ihrer Rolligkeit einen paarungswilligen Kater, der übrigens auch mit lautstarken Rufen eine Partnerin anlocken will.

Ist deine Katze weiblich und unkastriert, kann ein dauerhaftes Miauen ein Hinweis auf die Dauerrolligkeit sein, in die Wohnungskatzen oft verfallen. Mehr zum Thema Rolligkeit erfährst du hier: 

Angst oder Verhaltensstörungen

Katzen sind Gewohnheitstiere - sie leben gerne in einem festen Umfeld, finden das Körbchen und den Kratzbaum gern an gewohnter Stelle und können mit einschneidenden Erlebnissen wie Umzügen nicht gut umgehen.

Bist du also vor kurzem umgezogen, hast renoviert oder drastisch umdekoriert, kann auch das deine Katze dazu bewegen, ihr Unwohlsein deutlich klarzumachen. Erhält deine Katze keine Zuwendung in solch schwierigen Situationen, kann sich das zu dauerhaften Verhaltensproblemen entwickeln.

Was tun gegen den Katzenjammer?

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Die meisten Katzen haben ihren Menschen mit ihrem Miauen sehr gut konditioniert. Was bedeutet das genau? Meistens miauen Katzen aus bestimmtem Anlass, weil sie eben etwas wollen - egal ob Liebe, Snacks oder Beschäftigung.

Daraufhin erhält deine Samtpfote deine Aufmerksamkeit und bringt dich dazu, ihr zu geben, was sie will. Auf Miauen folgt deine Reaktion und so ist es für deinen Stubentiger das Mittel der Wahl, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Eigentlich ziemlich ausgefuchst, dein kleiner Vierbeiner!

Doch nicht immer lässt sich deine Katze beruhigen und dann artet es vielleicht sogar im Dauerlärm aus. Du solltest jetzt anfangen, deine Katze vermehrt zu beschäftigen. Ob du das alte Spielzeug zusammensammelst und jeden Tag eine Spielsession einlegst oder deine Katze mit einem hübschen neuen Kratzbaum überraschst, ist dir überlassen.

Auch Futter- und Suchspiele sind für die meisten Samtpfoten der absolute Renner. Tipps für gelangweilte Vierbeiner findest du hier:

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Helfen alle Spielaktionen nicht und auch der neue Kratzbaum lässt die Mietz noch rufen, kannst du unter anderem einen neuen Futterplan erstellen. Viele Katzen brauchen Regelmäßigkeit und verschobene Futterzeiten kann den einen oder anderen Zorn in deinem Stubentiger entfachen. Falls auch das nichts bringt, kannst du tierärztlich abklären lassen, ob deine Katze gesund ist.

Stecken Schmerzen oder Krankheiten hinter dem Katzenjammer, siehst du das nicht unbedingt. Falls mit deiner Samtpfote alles ok ist, kannst du dich weiter mit Verhaltensänderungen beschäftigen.  Manche Katzen haben diese zum Teil sehr laute Unart verinnerlicht und regelrecht eine Verhaltensstörung entwickelt. In diesem Fall kannst du dir Hilfe bei TierpsychologInnen holen, die dir zeigen, wie du deinem Vierbeiner das Geschrei abgewöhnen kannst.

Lärmbelästigung durch Katzen und Miet(z)recht

Eine dauerhafte Lärmbelästigung durch Katzen kann dazu führen, dass deine Nachbarn irgendwann genug haben und für Ruhe sorgen wollen. Wenn es gut läuft, konfrontieren sie dich damit, bevor sie den Vermieter einschalten. Du kannst in Ruhe erklären, dass du an dem Problem arbeitest und um etwas Zeit bitten, deiner Samtpfote das Miauen abzugewöhnen.

Wenn es schläft läuft, haben deine Nachbarn den Vermieter bereits informiert und er fungiert als Vermittler zwischen dir und deinen Nachbarn. Hier kann dich erst nur eine Abmahnung treffen und du musst nun in kurzer Zeit eine Lösung finden. In einem so dringenden Fall solltest du gegebenenfalls direkt auf VerhaltensexpertInnen zurückgreifen.

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Auch ein Blick in den Mietvertrag lohnt sich, wenn deinen Nachbarn der Katzenjammer über den Kopf wächst. Wie sehen die Richtlinien hier aus? Grundsätzlich gibt es kein Verbot zur Katzenhaltung. Jede Vereinbarung hierzu wird individuell getroffen und erst wenn Probleme auftreten oder andere BewohnerInnen des Hauses durch ein Tier gestört werden, kann ein Verbot in Kraft treten. Auch wichtige Gründe wie Allergien eines Nachbarn können zu einem Verbot der Katzenhaltung führen.

Im schlimmsten Fall können die regelmäßigen Rufe deiner Samtpfote also zum Haltungsverbot führen - falls die Lärmbelästigung nach 22 Uhr stattfindet und ruhestörend ist. Das kann für dich und deinen Stubentiger sogar den Auszug bedeuten. Falls deine Katze also zum kleinen Schreihals mutiert ist, kannst du dich an unseren Tipps entlanghangeln. Nimm dir hierfür besonders viel Zeit für deine Katze und versuche, sie besser zu verstehen.