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Im Jahr 2016 gab es deutschlandweit rund 800.000 Menschen, die sich selbst als Veganer bezeichnet oder zumindest weitestgehend auf tierische Produkte verzichtet haben*. Mittlerweile weiten auch viele Tierhalter diesen Lebensstil auf ihre eigentlich fleischfressenden Vierbeiner aus. Doch wie gesund ist die Ernährung von Hund und Katze mit Tofuwurst, Linsen und Co.?

Veganismus – was bedeutet das?

Eine vegane Ernährung bedeutet, komplett auf tierische Produkte zu verzichten. So gehen Veganer noch einen Schritt weiter als der klassische Vegetarier und streicht zum Beispiel auch Milch, Eier und oft auch Honig von seinem Speiseplan. Warum? Oft entscheiden sich Menschen aus ethischen Gründen für diese Ernährungsform, um ein Zeichen gegen die Haltungsbedingungen und die Produktion von tierischen Produkten zu setzen. Darüber hinaus spielen oft auch Gründe wie Umweltschutz (Beispiel: Treibhausgase) und die eigene Gesundheit (u.a. Antibiotikamissbrauch in der Tierhaltung) in die Entscheidung für den Veganismus hinein.

Vegane Hunde und Katzen – geht das?

©Eveline Coquelet, Shutterstock.com

©Eveline Coquelet, Shutterstock.com

Der Mensch ist ein Allesfresser. So gesehen steht einer veganen Ernährung, wenn sie denn gut durchdacht und ausgewogen ist, eigentlich nichts im Wege. Doch wie sieht es bei unseren Vierbeinern aus, die zum einen als große Fleischliebhaber bekannt sind und zum anderen auch kein Mitspracherecht bei ihrer eigenen Ernährung haben?

Eine fleischlose Hundeernährung ist prinzipiell möglich

Der Hund hat sich im Laufe der Domestikation vom reinen Fleischfresser eher in Richtung eines Allesfressers entwickelt, da er sich an unsere Lebensweise und auch Ernährung angepasst hat. So kann ein Hund beispielsweise Kohlenhydrate aus Reis, Kartoffel und Co. vergleichsweise gut aufschlüsseln und verwerten. Trotz allem zieht er einen Großteil der von ihm benötigten Energie aus Proteinen. Kommen diese aus tierischer Quelle, wie zum Beispiel Muskelfleisch, kann er sie in der Regel wesentlich einfacher aufschlüsseln und umsetzen. Generell ist es aber möglich, erwachsene Hunde mit anderen protein- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Tofu, Linsen, Reis und Nüssen zu ernähren. Bei Welpen und säugenden Hündinnen wird von dieser Art der Ernährung allerdings dringend abgeraten. Diese haben einen besonders hohen Energie- und Nährstoffbedarf, der schlichtweg am besten durch ihre ursprünglich von der Natur vorgesehenen Ernährung mit viel Fleisch und Knochen abgedeckt wird.

Ausschließlich unter Aufsicht

Darüber hinaus sollte niemand auf eigene Faust versuchen, seinen Hund zum Veganer zu bekehren! Dies sollte stets unter ärztlicher Betreuung, mit Hilfe eines von Experten erstellten Ernährungsplanes und mit den richtigen Ergänzungspräparaten wie Taurin oder Calcium geschehen, da sonst schwere gesundheitliche Beschwerden die Folge sein können. Auf vegetarische oder vegane Fertigfuttermischungen sollte man sich auch nicht immer blind verlassen – diese sind oft nicht zu 100% ausgewogen und außerdem nicht auf die individuellen Bedürfnisse des eigenen Vierbeiners zugeschnitten. Möchte man sein Tier unbedingt fleischlos ernähren, sollte man eher auf eine vegetarische Ernährung mit Eiern und Milchprodukten zurückgreifen (ovo-lacto-vegetarische Ernährung). Generell sollte besonders auf den Calciumhaushalt der Tiere geachtet werden, da sie diesen Mineralstoff schlechter aufnehmen und verwerten als wir Menschen.

Katzen sind und bleiben Karnivore

Bei Katzen sieht die ganze Sache noch einmal etwas anders aus. Auch unsere Stubentiger heute sind, im Gegensatz zu Hunden, immer noch reine Fleischfresser und können nur einen geringen Anteil pflanzlicher Bestandteile in der Nahrung aufschlüsseln. Ein kleiner Teil Obst, Gemüse oder auch Reis reicht schon, um die Zufuhr von zusätzlichen Vitaminen und Ballaststoffen zu gewährleisten. Generell sind sie auf tierisches Protein aus Fleisch als Energiequelle angewiesen. Aus diesem Grund ist eine vegane Ernährung bei Katzen definitiv nicht zu empfehlen!

Fazit – fleischlos ja oder nein?

Die Antwort ist ein „Jein“. Bei gesunden, ausgewachsenen Hunden ist es aufgrund ihres Stoffwechsels generell möglich, auf Fleisch zu verzichten. Man sollte dies allerdings nie in Eigenregie, sondern stets unter ärztlicher Aufsicht machen und eher auf eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung zurückgreifen. Katzen sollten aufgrund ihrer Ernährungsphysiologie stets mit Fleisch ernährt werden, da sie pflanzliche Kost schlichtweg nicht ausreichend verwerten können.

US_home_ingredients-panel_800x540@2x_DESKGenerell sollte man als Halter bei dieser Entscheidung im Hinterkopf behalten, dass die Tiere hier kein eigenes Mitspracherecht haben und sie eigentlich entgegen ihrer Natur ernährt werden. Ein hochwertiges und gesundes Futter mit hohem Fleischanteil, wie zum Beispiel unser Nassfutter oder unsere Frische-Menüs mit rohem Fleisch, schmeckt dem Vierbeiner sicherlich nicht nur besser, sondern ist auch die artgerechtere Wahl. Wer dennoch zwischendurch auf Fleisch verzichten möchte, kann getrost auf vegetarische Leckerlis, wie zum Beispiel unsere BIO-Mix Cookies oder die beliebten BIO-Snack Stangen, zurückgreifen.

*Studie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA)

 

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